Adobe hat mit der Entwicklung von Tools begonnen, die Design für alle zugänglich machen. Durch die Entwicklung von intuitiven, leistungsstarken Programmen wie Photoshop, Illustrator, InDesign und anderen hat Adobe dazu beigetragen, Generationen von Designern zu inspirieren, was wiederum die uns umgebende Kultur geprägt hat. Adobe ist so allgegenwärtig, dass „Photoshopping“ zum Sammelbegriff für jede Art von Bildmanipulation geworden ist. Abgesehen von „googeln“ gibt es kaum andere technische Produkte, aus denen ein eigenes Verb hervorgegangen ist.

Die Tools von Adobe werden jedoch nicht nur von Künstlern verwendet. Auch Entwickler nutzen die Tools von Adobe, um alles von Websites über mobile Applikationen bis hin zu neuen Erlebnissen wie Augmented Reality und Virtual Reality zu erstellen. Durch die Überschneidung von Design und Code ist Adobe einzigartig positioniert, um die Art und Weise zu beeinflussen, wie wir heute und in Zukunft Technologie konsumieren.

Für die jüngste Folge unseres Podcasts Decoded haben wir uns mit Kerri Shotts unterhalten, einer Produktmanagerin bei Adobe, um mehr über die Rolle von Design bei der Entwicklung zu erfahren.

 

 

Jeder Entwickler ist ein Designer

Laut Shotts war Adobe schon immer an der Schnittstelle zwischen Design und Code aktiv. Website-Designer nutzen seit Jahrzehnten Produkte wie Dreamweaver, um Websites ohne komplexe Programmierungen zu erstellen, während Layouts zunächst in Photoshop entworfen und dann in Code umgesetzt werden.

Mit Werkzeugen wie Adobe XD lassen sich komplexe UI/UX-Erlebnisse für Websites, Apps und digitale Produkte schnell entwerfen, präsentieren und prototypisieren, sodass Designer vollständige digitale Erlebnisse schaffen können, ohne sich um Code kümmern zu müssen. Vor diesem Hintergrund sieht Shotts Adobe-Produkte als „Einstiegsdroge“ für viele der heutigen Frontend-Entwickler.

„Sie beginnen als Designer, die ein Problem lösen müssen. Dann erkennen sie: Oh, ich habe herausgefunden, dass ich hier Code verwenden kann, um das zu tun, was ich will, und ihn anpassen kann. Und schon sind Sie ein Entwickler, der seine Arbeitsabläufe schneller denn je automatisieren kann.“

Ausrichtung auf Erweiterbarkeit

Eine der größten Stärken von Adobe ist, dass seine Werkzeuge Anwendern ermöglichen, alles zu erstellen, was sie sich vorstellen können. Wenn ein Tool wie Photoshop für alles von einfachen Logo-Designs bis hin zu komplexen 3D-Renderings genutzt werden kann, bedeutet dies jedoch auch, dass es kein Handbuch mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen geben kann, das für alle Anwender gilt. Vor diesem Hintergrund hat Adobe erweiterbare Produkte entwickelt, mit denen Benutzer Workflows an ihre individuellen Bedürfnisse anpassen können. Shotts erläutert:

„In den letzten drei Jahren, in denen wir die UXP-Plattform entwickelt haben, die es ermöglicht, Plugins zu erstellen und in andere Produkte zu integrieren, ist deutlich geworden, wie viele Möglichkeiten es gibt. Sie wissen, wie viel Sie nicht wissen – und dass das, was wir heute tun, fantastische Lösungen auf den Weg bringen kann.“

Für Shotts besteht der Schlüssel darin, nicht jedes Ergebnis zu antizipieren, sondern das Ökosystem so anpassbar zu machen, dass es sich mit den Anwendern und ihren Anforderungen weiterentwickeln kann.

„Es gibt viele Möglichkeiten, wie ein Anwender unsere Produkte automatisieren und zu etwas erweitern kann, das genau auf seinen Anwendungsfall in seinem Unternehmen zugeschnitten ist. Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, sie auf interessante Weise miteinander zu verknüpfen. Diese Vielfalt macht Adobe zu einem so leistungsstarken System.“

Anwendung von Designprinzipien auf die Entwicklung

Dass Tools wie Photoshop und XD Designer zu Entwicklern machen, hat auch dazu geführt, dass Entwickler wie Designer denken. Anstatt Design als den letzten Schliff für ein Produkt am Ende der Entwicklung zu betrachten, nehmen Entwickler Design nun als etwas wahr, das von Anfang an berücksichtigt werden muss.

Es reicht nicht aus, ein Produkt zu entwickeln, das ein Problem lösen kann. Ihr Produkt muss das Problem so lösen, wie Anwender es lösen möchten. Wenn Sie wie ein Anwender denken und die Benutzeroberfläche zuerst (statt zuletzt) in Betracht ziehen, kann sich dies auf Ihre Entscheidungen im Entwicklungsprozess auswirken. Sie lösen das richtige Problem und stellen gleichzeitig sicher, dass sich das Produkt intuitiv bedienen lässt.

„Sie müssen die Denkweise Ihrer Anwender übernehmen und sich in sie hineinversetzen.“

Shotts erklärt weiter:

„Zu warten, bis nur noch das Design fehlt, macht Anpassungen schwieriger, als wenn Sie das Produkt bereits aus der Perspektive des Users betrachtet haben. So haben Sie mehr Zeit, etwas zu entwickeln, das funktional und benutzerfreundlich ist. Und Sie haben genug Zeit, Probleme zu beheben, die bei der Softwareentwicklung und bei der Einführung eines Produkts immer auftreten.“

Im vollständigen Interview mit Kerri Shotts im Decoded-Podcast erfahren Sie mehr darüber, wie Adobe Designer und Entwickler unterstützt. Hören Sie rein und abonnieren Sie auch zukünftige Folgen!