Low-Code ist ein Software-Entwicklungsansatz, der die Bereitstellung von Applikationen beschleunigt und mit einem Minimum an manueller Programmierung ermöglicht. Mithilfe von visueller Modellierung in einer grafischen Oberfläche zum Zusammenstellen und Konfigurieren von Applikationen überspringen Entwickler die zeitintensive Infrastruktur und Neuimplementierung von Pattern. So können sie sich direkt den 10% widmen, die eine App einzigartig machen.

Entdecken Sie, was Sie mit einer Low-Code-Applikationsentwicklungsplattform erstellen können

Was ist Low-Code? Full-Stack-Entwicklung mit visueller Modellierung

Als Analogie dazu können Sie sich eine Autofabrik vorstellen: Hier entscheiden die an der Automatisierung beteiligten Maschinen nicht darüber, wie das Auto aussieht, beschleunigen aber den Montage- und Lieferprozess. Das ist in etwa, was Low-Code tut.

Low-Code ist für Software, was Fließbänder für die Automobilindustrie sind: Beide automatisieren manuelle Aufgaben, die schwierig und zeitaufwändig sind, um Mitarbeitern Zeit für wichtigere Dinge zu geben.

Doch was genau ist Low-Code? In der Software-Welt sind wir auf Bibliotheken, APIs und die Infrastruktur von Drittanbietern angewiesen, um einen Mehrwert zu liefern. Dabei stoßen wir jedoch immer wieder auf Hindernisse. Hier kommt Low-Code sehr gelegen.

Was ist Low-Code?

Low-Code umfasst eine Reihe von Tools, mit denen Sie komplette Applikationen visuell über eine Drag-and-Drop-Oberfläche erstellen können. Statt Tausende Zeilen komplexen Code und Syntax zu schreiben, können Anwender mit Low-Code-Plattformen so schnell und visuell komplette Applikationen mit modernen Benutzeroberflächen, Integrationen, Daten und Logik entwickeln.

Eine typische Low-Code-Entwicklungsplattform beinhaltet:

  • eine visuelle IDE: Eine Umgebung zur visuellen Definition der Benutzeroberflächen (UIs), Arbeitsabläufe und Datenmodelle Ihrer Applikation und, falls erforderlich, zum Hinzufügen von manuell geschriebenem Code.
  • Konnektoren zu verschiedenen Backends oder Diensten: Automatische Handhabung von Datenstrukturen, -speicherung und -abruf.
  • Application Lifecycle Manager: Automatisierte Tools zum Erstellen, Debuggen, Bereitstellen und Warten der Applikation in der Test-, Staging- und Produktionsphase.

Abgesehen von diesen Grundlagen sind keine zwei Low-Code-Tools genau gleich. Einige bieten relativ begrenzte Funktionen und ähneln eher einem visuellen Datenbank-Frontend, wie FoxPro in den 90ern. Andere konzentrieren sich auf die Anforderungen von Nischengeschäften wie dem Case Management. Andere haben den Begriff „Low-Code“ übernommen, um ein zweckgebundenes Tool zu beschreiben, das wenig mit eigentlicher Anwendungsentwicklung zu tun hat. Und dann gibt es noch No-Code-Tools, die sich eher an Geschäftsanwender und Citizen Developer richten.

Andere Plattformen, wie z. B. OutSystems, bieten Ihnen alles, was Sie brauchen, um moderne, plattformübergreifende mobile und Web-Applikationen für Unternehmen zu erstellen – mit Funktionen, die bestehende Teamstrukturen ergänzen.

Was ist Low-Code - Backend

Wie sieht die Arbeit mit Low-Code aus?

Software mit Low-Code zu erstellen, unterscheidet sich nicht vom Erstellen von Software auf andere Art und Weise. Sofern Sie nicht alles von Grund auf in Maschinencode schreiben – und nein: Assemblysprache zählt nicht –, nutzen Sie bereits Shortcuts, die auf der Arbeit anderer aufbauen.

Low-Code hilft bei all den Dingen, die Sie nicht unbedingt selbst tun müssen. Anstatt ein Benutzerverwaltungssystem von Hand zu programmieren, sich mit den Eigenheiten der neuesten Programmierumgebung auseinanderzusetzen oder vor einer Zeile Code für Ihre App zehn Tests zu schreiben, können Sie ohne Umwege etwas Neues und Wertvolles erstellen. Warum sollten Sie das Rad neu erfinden, wenn diese Probleme bereits gelöst und die Muster gut verstanden sind?

Wie unterscheidet sich die App-Erstellung mit einer geläufigen Webumgebung von der Erstellung mit Low-Code? Das wollen wir uns jetzt ansehen.

Der traditionelle Prozess der Applikationsentwicklung

Egal, ob Sie mit .NET MVC, Spring Boot oder Ruby on Rails arbeiten, durchlaufen Sie (und Ihr Team) ungefähr die gleichen Schritte:

Traditioneller Anwendungsentwicklungsprozess vs. Low-Code-Entwicklung
Traditioneller Prozess der Anwendungsentwicklung

Der Entwicklungsprozess mit Low-Code

Mit Low-Code sieht das Ganze eher so aus:

Low-Code Development Process
Entwicklungsprozess mit Low-Code

Anstelle von sechzehn Schritten braucht es hier nur sieben.

Low-Code versteht, dass das manuelle Schreiben von Code für Web- und mobile Apps repetitiv ist. Es gibt keinen Grund, bei jedem neuen Projekt wieder von vorn anzufangen. Mit Low-Code können wir Apps visuell auf der Grundlage von erprobten Fundamenten erstellen. Und konzentrieren uns darauf, der Welt etwas Wertvolles zu geben.

Low-Code bedeutet mehr zu erledigen

Letztlich ermöglicht Low-Code Entwicklern, mehr zu erledigen. Mit Low-Code verbringen Sie mehr Zeit mit dem Erstellen und Bauen und weniger Zeit mit sich wiederholender Arbeit. Sicher kann es Spaß machen, das neueste JavaScript-Framework zu erlernen oder einen aktuellen NoSQL-Datenspeicher auszuprobieren. Doch während Sie Zeit damit verbringen, ungewohnten Code zu debuggen, kann Ihr Konkurrent Kunden bereits ein MVP präsentieren.

Bei Low-Code geht es nicht darum, den Wert von Entwicklern zu mindern. Vielmehr ermöglicht Low-Code Entwicklerteams, schneller mehr Wert zu schaffen und dabei auf ihre Expertise bei der Erstellung und Instandhaltung hochwertiger Web- und Mobile-Applikationen zurückzugreifen.

Mit OutSystems können Sie Low-Code selbst ausprobieren. Starten Sie kostenlos, indem Sie sich unsere Tutorials anschauen und Web- und plattformübergreifende mobile Apps in einem Bruchteil der gewohnten Zeit erstellen. So werden Sie die Frage „Was ist Low-Code“ bald selbst beantworten können.

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