Ahold erledigt Retail-Aufgaben 50% schneller mit App „Wink“

Albert Heijn, Teil des internationalen Lebensmittelhandelkonzerns Ahold Delhaize, hatte eine veraltete benutzerdefinierte App, die die Effizienz und Mobilität der Filialmitarbeiter einschränkte. Was mit der Konsolidierung und Modernisierung einer Legacy-Plattform begann, führte zu einer Neugestaltung der Geschäftsprozesse und der Schaffung intuitiver Benutzererlebnisse. Aus einer agilen Zusammenarbeit zwischen IT- und Filialmitarbeitern entstand die preisgekrönte App „Wink“. In nur einem Jahr veröffentlichte Albert Heijn neun Iterationen von Wink und führte die App in über 1.000 Filialen für mehr als 60.000 Anwender ein, wodurch sich die Zeit für zentrale Aufgaben in den Filialen um 50% verkürzte.

 

9 Systeme konsolidiert in 1

9 Systeme konsolidiert in 1

App in über 1.000 Filialen eingesetzt

App in über 1.000 Filialen eingesetzt

Über 100.000 Benutzer

Über 100.000 Benutzer

50% kürzere Bearbeitungszeit

50% kürzere Bearbeitungszeit

Robert Majoor
„Wir nutzen OutSystems derzeit als Standard-Entwicklungsplattform sowie für Innovationen. Wenn wir einen Custom Build planen, denken wir sofort an OutSystems.“Robert Majoor, Enterprise Architect bei Albert Heijn

Zu viele Systeme, zu wenig Zeit

Herausforderung – Die in den Niederlanden ansässigen Lebensmittelgeschäfte Albert Heijn des Konzerns Ahold Delhaize mussten den Filialbetrieb, insbesondere das Bestandsmanagement, an mehr als 1.000 Standorten für Kunden aus den Niederlanden und Belgien verbessern. Die IT hatte Schwierigkeiten, die über 20 Jahre hinweg entwickelte und instandgehaltene Legacy-Software zu unterstützen. Dies beeinträchtigte auch die Filialen von Albert Heijn.

Für einige Aufgaben in den Filialen war die Nutzung von Oracle-Formularen auf einem Desktop-Computer erforderlich, die Prozesse aus neun Backend-Systemen umfassten. Mitarbeiter mussten dafür die Verkaufsfläche verlassen und konnten in dieser Zeit keinem Kunden helfen. Zudem waren mobile Geräte mit einer veralteten Web-Applikation und umständlicher Bedienung im Einsatz.

„Das Durchschnittsalter der Filialmitarbeiter ist 21 Jahre. Sie erwarten, dass sie an ihrem Arbeitsplatz intuitive, mobile Applikationen vorfinden“, so Robert Majoor, Enterprise Architect bei Albert Heijn. „Ohne entsprechende Angebote haben wir viel Zeit für Training aufgewendet, weil die Supermärkte von Albert Heijn eine große Personalfluktuation haben.“

Albert Heijn bewertete acht verschiedene Entwicklungsplattformen und organisierte ein POC mit den drei Top-Kandidaten. Albert Heijn entschied sich für OutSystems. Ausschlaggebend waren die mobilen Angebote, die Entwicklungsgeschwindigkeit und die Integrationsmöglichkeiten sowie die starke Marktpräsenz, das langjährige Wachstum und die Stabilität des Unternehmens.

Eine mobile App für alles

Lösung – Statt nur alte Bildschirme zu ersetzen, legte Albert Heijn alle neun bestehenden Applikationen zusammen. Das aktuelle ERP-System hatte eine robuste Datenstruktur und Geschäftsregeln, die noch mindestens zehn Jahre ihren Zweck erfüllen. Was Albert Heijn am meisten brauchte, waren ein neues Frontend und moderne, mobile Benutzererlebnisse.

Die OutSystems-Partner Transfer Solutions und LinkIT kamen für die Entwicklung in das Unternehmen und saßen mit dem IT-Team von Albert Heijn zusammen, um eine enge Zusammenarbeit zu gewährleisten. Mit acht Entwicklern und einem UX-Designer von Soda Studio entwickelte Albert Heijn das neue System unter Verwendung von PL/SQL mit Oracle-Datenbank für das Backend und OutSystems für das Frontend. In den Filialen stellte Albert Heijn seinen Mitarbeitern Handhelds wie das Zebra TC51, Android-Geräte und iPads zur Verfügung.

Besuyen sagt: „Transfer Solutions hat die komplette Installation der Plattform für uns übernommen und war uns in der Anfangsphase eine große Hilfe. LinkIT war unser Partner für die Entwicklung der App. Neben Transfer Solutions ist das Unternehmen ebenfalls ein wichtiger Teil unseres Entwicklungsteams.“

Doch das ist erst die Hälfte der Geschichte. Um das bestmögliche Benutzererlebnis zu schaffen, hat Albert Heijn IT auch diejenigen einbezogen, die die neue App am meisten betrifft: Filialmitarbeiter. Maaike Besuyen, Product Owner of Store Apps, leitete einen agilen Co-Creation-Prozess, um mit einem Kernteam von Filialmitarbeitern die Anforderungen zu definieren.

Maiike Besuyen
„Wir haben unsere Endanwender mit den Designern und Entwicklern zusammengebracht. Sie haben den Filialmitarbeitern gezeigt, was sie entwickelt haben, und direktes Feedback erhalten.“Maaike Besuyen, Product Owner Store Apps bei Albert Heijn

Albert Heijn ging im Januar 2018 mit nur einer Funktion in der App „Wink“ live. Das Co-Creation-Team wählte eine einfache Funktion mit großer Wirkung: Mitarbeiter erhielten die Möglichkeit, Produkte mit nahendem Verfallsdatum zu markieren. Albert Heijn hat viele Selbstscan-Filialen, in denen Kunden selbst auschecken können. Deshalb ist es wichtig, dass die Produkte die richtigen Barcode-Sticker haben.

Albert Heijn führte Wink in einer Handvoll Filialen ein, erhielt Feedback für Verbesserungen und skalierte die App dann für die Einführung in allen Filialen. „Dies ist das erste Mal, dass wir Funktionen in die Filialen gebracht haben, die noch nicht als perfekt galten“, erklärt Besuyen. „Doch durch kurze Release-Zyklen und kurzfristige Reaktionen konnten wir schnell dazulernen und das Produkt jeden Tag verbessern.“

Wink liefert schnelle Ergebnisse und sorgt für 50% kürzere Bearbeitungszeit

Ergebnisse – Seit der Einführung von Wink im Januar 2018 hat Albert Heijn alle sechs Wochen neue Versionen veröffentlicht. Die App unterstützt 100.000 Anwender. Die Mitarbeiter können nun alle produktbezogenen Aufgaben durchführen, wie z. B. den Lagerbestand prüfen, Rabatte anwenden sowie Preise oder Sortimente anpassen. Darüber hinaus hat Wink das Einkaufserlebnis für Verbraucher verbessert und wesentliche Ergebnisse hervorgebracht:

  • Mitarbeiter können ihre häufigsten Aufgaben 50% schneller erledigen.
  • Die Nutzung der App erfordert keine formelle Einweisung und verringert den Schulungsbedarf des Unternehmens.
  • Durch weniger Verwaltungsaufwand haben Mitarbeiter mehr Zeit für Kunden.
  • Filialleiter haben mehr Zeit und Flexibilität in der Planung.
  • Bußgelder für abgelaufene Produkte sind seltener.

Künftige Funktionen ermöglichen Managern eine bessere Übersicht über das Personal, weitere Einblicke in KPIs von Filialen sowie eine Echtzeit-Verfolgung von Verkäufen und Umsätzen. Bisher hat Wink die Produktivität und Zufriedenheit des Personals deutlich verbessert.

„Der bisherige Prozess für Preisreduzierungen war so komplex, dass ihn nicht jeder in der Filiale umsetzen konnte. Jetzt ist er so einfach, dass ihn sogar neue Mitarbeiter direkt verstehen.“Victor Kraaijeveld, Implementation and Coordination Specialist for Store Support bei Albert Heijn

Mit der Funktion für die Preisreduzierung konnte zudem auf ein zusätzliches Gerät im Prozess verzichtet werden. Bisher mussten die Mitarbeiter für diese Aufgabe noch zwei Geräte und einen Aufkleberdrucker einsetzen. Jetzt sind noch ein Gerät und der Drucker erforderlich, was Zeit und Aufwand spart.

„Version 2.1 macht mich noch glücklicher. Ich habe gerade eine Lieferung überprüft und es funktioniert perfekt.“Filialmitarbeiter bei Albert Heijn

Doch die beeindruckendste Funktion – für sie wurde Wink mit dem Dutch Interactive Gold Award 2018 ausgezeichnet – ist die intuitive Suchfunktion, mit der Mitarbeiter jedes Produkt finden, das Albert Heijn verkauft. Die App bietet eine visuelle Darstellung eines Planogramms, das den Mitarbeitern alle Produktverpackungen und Standorte im Geschäft innerhalb eines Meters anzeigt. So können die Mitarbeiter sicherstellen, dass ihre Produktplatzierung mit dem Planogramm übereinstimmt.

Weitere Projekte, bei denen Albert Heijn OutSystems einsetzt, sind unter anderem:

  • Bake Plan: ein Planungstool für die Filialbäckerei – Version 3 ist bereits eingeführt
  • Paperless: eine App, die den Prozess für Lieferungen nach Hause unterstützt
  • Store Genius: eine App zur Verbesserung des Geschäftsumsatzes
  • Every Day Better: eine App, die den Filialleitern hilft, mögliche blinde Flecken in ihren Filialen zu erkennen
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Established in 1994, Salsa entered the crowded jeans-wear market with a disruptive mission–to design the best-fitting jeans in the world. Twenty-five years later, Salsa is going from strength to strength, and since 2005 they’ve used OutSystems to ensure their IT systems provide the perfect fit for their disruptive business model.