Geprüft und für gut befunden: TÜV SÜD setzt auf OutSystems
Fertigung
Im Zeitalter der digitalen Transformation wird der Backlog geplanter Software-Projekte immer größer. Immer mehr Unternehmen sehen sich nach neuen Lösungen um, um benötigte Anwendungen schnell und effizient zu realisieren. Eine Herausforderung, für die TÜV SÜD seit 2021 auch auf High-Performance Low-Code von OutSystems setzt.
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Low-Code-Anwendungen im Produktivbetrieb7
Wochen Entwicklungszeit für weltweit genutzte Analyse-App50
Prozent weniger Kosten im Vergleich zu High-Code-Umsetzung eines ausgeschriebenen Software-ProjektsEntdecken Sie OutSystems
Herausforderung
Skalierbarkeit von digitalen Anwendungen bei erhöhtem Projektaufkommen
TÜV SÜD ist einer der weltweit führenden Prüf- und Zertifizierungsdienstleister. An über 1.000 Standorten bietet das Unternehmen umfangreiche Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungslösungen, die im digitalen Zeitalter eine umfassende Unterstützung durch digitale Anwendungen erfordern. In der Vergangenheit erfolgte die Entwicklung solcher Anwendungen primär auf Basis von klassischem High-Code, der zwar gute Ergebnisse in der Praxis erzielte, bei einem hohen Aufkommen von Entwicklungsprojekten aber nicht beliebig skalierbar war.
„Vor diesem Hintergrund haben wir seit Längerem die Möglichkeiten ausgelotet, um die Entwicklungsprozesse zu beschleunigen und günstiger zu gestalten. Wir wollen unsere bewährten Prozesse sinnvoll um neue Technologien erweitern und uns damit noch besser für die kommenden IT-Anforderungen aufstellen.“
Michal Tvarozek Enterprise Architekt TÜV SÜD
Lösung
Demo-App überzeugt Geschäftsführung
Dafür nahm das Team um Michal Tvarozek mehrere Optionen unter die Lupe, darunter auch die Unterstützung der entsprechenden Entwicklungsprozesse mit Low-Code. Diese Technologie stellt Entwicklern eine Vielzahl von vorgefertigten Bausteinen zur Verfügung, die sich basierend auf einer visuellen, modellgetriebenen und KI-gestützten Entwicklung zusammenstellen und bei Bedarf passgenau konfigurieren lassen. Dadurch werden Entwicklungsprozesse in der Praxis deutlich schneller. „Entscheidend war für uns, dass die Plattform nicht nur die Entwicklung kleinerer Tools, sondern vor allem auch die Entwicklung von anspruchsvollen, geschäftskritischen Lösungen unterstützt“, betont Michal Tvarozek.
Wegen dieser Anforderung wurde TÜV SÜD auf die High-Performance-Low-Code-Plattform von OutSystems aufmerksam: Sie ist explizit auf die Entwicklung von anspruchsvollen Core-Anwendungen ausgelegt und nutzt für ihre interne Entwicklungsarchitektur zentrale Elemente des Microsoft-Stacks, zu dem TÜV SÜD-intern bereits umfassendes Know-how und Expertise bestehen. Darüber hinaus integrieren sich OutSystems-Applikationen über Standard-APIs mit anderen Lösungen, während die Plattform mithilfe des „Integration Studio“ auch die Erstellung eigener Anbindungen ermöglicht.
Um für eine größtmögliche Passgenauigkeit der entwickelten Anwendungen zu sorgen, können Entwickler die OutSystems-Applikationen umfassend individualisieren und bei Bedarf auch um klassischen High-Code ergänzen. Die Hoheit über die entwickelten Projekte bleibt dabei stets beim Kunden. Selbst wenn die Plattform nicht mehr genutzt wird, kann er seine Lösungen weiterhin betreiben und weiterentwickeln. Diese Erweiterungsmöglichkeiten und die Systemoffenheit ohne Vendor Lock-in boten laut Michal Tvarozek einen optimalen technologischen Fit zu den vorhandenen IT-Technologien bei TÜV SÜD – und waren damit ausschlaggebend für die Entscheidung für OutSystems.

Nach dem Vertragsabschluss stand TÜV SÜD aber erst am Anfang der Reise und wandte sich an den IT-Dienstleister PICA, um die ersten Projekte mit OutSystems professionell umzusetzen. „Anfangs war unser Management zugegebenermaßen skeptisch“, räumt der Enterprise Architekt ein. „Aber wir haben dann schnell die Chance für den ersten Einsatz dieser Technologie bekommen.“ In einem allgemeinen Abstimmungstermin thematisierte das Senior Management die Reisekostenabrechnung, für die eine IT-Unterstützung hilfreich wäre. Michal Tvarozek und sein Team erkannten die Gelegenheit, machten sich an die Arbeit und präsentierten bereits am nächsten Tag eine funktionsfähige Demo-App – entwickelt mit Low-Code.
In der Praxis zeigten sich auch die konkreten Kostenvorteile der Low-Code-Technologie. Bei der Ausschreibung eines Projekts, bei der zuletzt noch eine High-Code- und eine Low-Code-Umsetzung auf der Shortlist standen, kostete die Low-Code-Lösung nur rund die Hälfte.
“Das war der Moment, in dem unser Management grünes Licht gab“, berichtet Michal Tvarozek. Es war offensichtlich, dass Low-Code reale und deutliche Auswirkungen auf die Kosten hat.”
Michal Tvarozek Enterprise Architekt TÜV SÜD
Ergebnisse
Die Möglichkeiten für zukünftige Projekte sind nahezu unbegrenzt
TÜV SÜD begann Mitte 2021 mit der Anwendungsentwicklung auf OutSystems. Seither hat das Unternehmen mithilfe von High-Performance Low-Code bereits eine zweistellige Zahl an Applikationen umgesetzt. Das Spektrum reicht von lokalen Applikationen wie der Vertragsverwaltung, welche die Digitalisierung der internen Prozesse vorantreiben, bis zu international genutzten Anwendungen, die Mitarbeiter bei Inspektionen und Kundenprojekten unterstützen. Realisiert werden die Lösungen sowohl in Kooperation mit externen Dienstleistern wie PICA, als auch durch ein internes Team von Low-Code-Entwicklern.
„Fitness for Service“ – Restlebenszeit technischer Anlagen berechnen
Das erste Projekt, das TÜV SÜD mit OutSystems umsetzte, war eine weltweit genutzte Lösung, um Sachverständige bei der Bewertung der Restlebensdauer technischer Anlagen zu unterstützen. Die davor eingesetzte Lösung war nur schwer und aufwändig zu bedienen. Mit der neuen High-Performance-Low-Code-Lösung „Fitness for Service“ können TÜV SÜD-Sachverständige beispielsweise in Industrieanlagen den Zustand von Leitungen oder Behältern berechnen und bewerten, ob diese weiterhin sicher betrieben werden können oder repariert bzw. ersetzt werden müssen.
„RBI“ – Risik-based inspection
Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert die Anwendung „RBI“, die sich aktuell in der Entwicklung befindet und künftig für die Planung von risikobasierten Inspektionen und Instandhaltungsmaßnahmen zum Einsatz kommen soll. Aufgrund gesetzlicher Regelungen müssen Unternehmen an ihren verschiedenen Standorten eine Vielzahl von Inspektionen durchführen. Dafür müssen die entsprechenden Anlagen in den meisten Fällen heruntergefahren und abgeschaltet werden.

„DashPro“ – Durchgängige Verwaltung von IT-Projekten
Neben den verschiedenen Prüfungs- und Zertifizierungsprozessen unterstützen OutSystems-Anwendungen auch andere Bereiche von TÜV SÜD bei ihren täglichen Aufgaben, darunter etwa die IT. So ermöglicht beispielsweise „DashPro“ („Dashboard for Projects“) ein transparentes Portfoliomanagement bei laufenden IT-Projekten und wird intensiv im Tagesgeschäft von Projektleitern, Portfoliomanagern, Architekten und Security-Experten des Konzerns genutzt. Die Entwicklung und Weiterentwicklung erfolgten in Zusammenarbeit mit PICA, wodurch bereits vier Releases bereitgestellt werden konnten.
Ausblick
Neben den bereits entwickelten Anwendungen gibt es verschiedenste Konzepte für weitere Lösungen, die mithilfe der High-Performance-Low-Code-Plattform von OutSystems realisiert werden sollen. „Auch Kollegen in anderen Ländern sind durch unseren Erfolg auf die Low-Code-Thematik aufmerksam geworden und interessieren sich für die Nutzung von OutSystems“, freut sich Michal Tvarozek. „So soll beispielsweise in Spanien eine Lösung ersetzt werden, die unseren Kunden eine Übersicht über die für sie relevanten gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben bietet.“ In Singapur könnte eine Lösung für die Planung von Audits und die Verwaltung von Zertifikaten umgesetzt werden. „Ich bin schon gespannt, welche Ideen auch im internationalen Kontext wir mit unserer Low-Code-Plattform realisieren können“, so der TÜV SÜD-Enterprise Architekt. „Die Möglichkeiten für zukünftige Projekte sind nahezu unbegrenzt.“
“Ich bin schon gespannt, welche Ideen auch im internationalen Kontext wir mit unserer Low-Code-Plattform realisieren können“, so der TÜV SÜD-Enterprise Architekt. „Die Möglichkeiten für zukünftige Projekte sind nahezu unbegrenzt.“
Michal Tvarozek Enterprise Architekt TÜV SÜD
Über TÜV SÜD
- München, Deutschland
- 26,600 Mitarbeiter
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Strategische Ziele
- Automatisierung & Effizienz
- Legacy-Modernisierung
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Anwendungstyp
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