Was sind die Software-Entwicklungstrends für die zweite Hälfte des Jahres 2020? Fest steht: Dieses Jahr ist wie kein anderes zuvor. Die aktuelle Krise hat die Welt auf den Kopf gestellt und zwingt Unternehmen dazu, neue technologische Herausforderungen zu bewältigen und digitale Strategien zu überdenken. Digital ist zum wichtigsten (und in einigen Fällen einzigen) Kanal für die Interaktion und das Engagement mit Kunden geworden. Vor diesem Hintergrund müssen Unternehmen mit digitalen Projekten, die in den nächsten ein bis drei Jahren umgesetzt werden sollen, ihre Initiativen beschleunigen.

Softwareentwicklung ist heute wichtiger denn je zuvor – und Entwickler sind für Innovationen in Unternehmen unerlässlich. Durch die Entwicklung und Bereitstellung weiterer Apps, die die operative Leistung und das Kundenerlebnis verbessern, ermöglichen sie Unternehmen, sich von Wettbewerbern zu differenzieren.

Hier sind die 10 Software-Entwicklungstrends, die Unternehmen helfen werden, in der neuen Ära wettbewerbsfähiger zu werden.

#1: KI-unterstützte Entwicklung

Einige Entwicklungsplattformen haben KI-Funktionen eingeführt, um die Entwicklung schneller und einfacher zu machen. OutSystems zum Beispiel lässt KI mit AIFusion™ nahtlos in das Nutzungserlebnis von Anwendern und Entwicklern einfließen.

AIFusion bietet Entwicklern Hilfestellungen an, prüft den Code und steigert die Entwicklungsgeschwindigkeit. Dies spart Zeit bei der Erstellung neuer oder der Bearbeitung bestehender Apps. Basierend auf über 15 Millionen anonymisierten Patterns und Apps erhalten Entwickler Vorschläge, was sie zu Logikflüssen hinzufügen können. AIFusion erkennt auch, wenn ein Entwickler nicht weiterkommt, und bietet dann Hilfe, Orientierung und Wissen direkt in der Plattform. So wird der Entwicklungsprozess nicht unterbrochen.

AIFusion sorgt dafür, dass KI den Entwicklern wie ein Mentor zur Seite steht. Es schaut sich an, was ein Entwickler vorhat, und bietet passgenaue Hilfestellungen an. So hilft die KI neuen Entwicklern ebenso wie Laien und Profis dabei, die eigenen Kompetenzen zu erweitern.

# 2: KI für Applikationen

Der Einsatz von KI ist heute ein wichtiges Differenzierungsmerkmal. KI kann Ergebnisse beschleunigen, fundiertere Entscheidungen ermöglichen und relevantere und aussagekräftigere Kundenerlebnisse herbeiführen. Die Prognose, dass der Einsatz von KI zur Unterstützung von Geschäftsprozessen und CX enormes Wachstum verzeichnen wird, ist also genau richtig.

Große und kleine Unternehmen der Branche, von Tech-Giganten wie Microsoft bis hin zu Startups wie Narrative Science, machen große Fortschritte in diesem Bereich – und so auch OutSystems. Die Fähigkeit, Projekte einfach durch modernste KI-Funktionen zu ergänzen, ist für die zweite Hälfte des Jahres 2020 von entscheidender Bedeutung. OutSystems bietet ein Portfolio von KI für Apps, das die wichtigsten Anwendungsfälle abdeckt und es Entwicklern ermöglicht, innovativ zu sein sowie den Geschäftswert ihrer Applikationen zu steigern.

# 3: Robotic Process Automation

Viele Unternehmen implementieren RPA, um ihre Effizienz zu steigern. Sie nutzen RPA vor allem für sich wiederholende Aufgaben, die gut für Maschinen geeignet sind, wie zum Beispiel die Vertragsprüfung oder das Onboarding von Mitarbeitern. Darüber hinaus kann RPA die Arbeit von Menschen hinsichtlich Geschwindigkeit und Volumen ergänzen.

Doch das größte Wertversprechen von RPA besteht darin, durch Automatisierung und Bots Zeit für strategische Initiativen und Innovationen zu schaffen.

#4: Progressive Web Apps

PWAs sind derzeit hoch gefragt. Diese Art von App kombiniert die Funktionen von nativen Apps mit der Barrierefreiheit von Websites, ohne dabei auf App-Stores angewiesen zu sein. Genau wie native Apps lassen sich PWAs offline ausführen. Sie können Push-Benachrichtigungen senden und auf Gerätehardware wie Kameras oder GPS zugreifen. Die Benutzererlebnisse sind ähnlich wie bei nativen Apps auf mobilen und Desktop-Geräten. Lästige Downloads oder Aktualisierungen sind nicht erforderlich.

PWAs können schneller entwickelt werden als native Apps. Außerdem sie sind einfacher instand zu halten. Im Gegensatz zu nativen Apps verwenden sie eine Codebasis für alle Geräte. Außerdem sind sie von Suchmaschinen auffindbar und sind klein (oft unter 1 MB). Aufgrund ihrer geringen Größe nehmen sie auf mobilen Geräten weniger Platz ein.

#5: Continuous Integration und Continuous Delivery

Mit CI/CD können IT-Teams den Prozess der Integration und des Testens von Änderungen schon während der Entwicklung automatisieren. So können sie die Bereitstellung von Softwareänderungen in Produktionsumgebungen beschleunigen und Feedback-Schleifen in der Delivery Pipeline verbessern. Probleme können dadurch schon früh in der Entwicklungsphase erkannt und schnell behoben werden.

Wenn Digital der neue Standard ist, kann CI/CD durch beschleunigte Lieferzyklen große Auswirkungen auf die Arbeitsweise Ihres IT-Teams haben. Die schnellere Implementierung von Änderungen und kürzere Feedbackschleifen sorgen zudem für bessere Kundenerlebnisse. Erfahren Sie mehr über CI/CD und DevOps-Automatisierung.

# 6: Rapid Prototyping und Innovation

Disrupter wissen, dass Innovationen in jedem Bereich des Unternehmens entstehen können. Deshalb ermutigen sie Mitarbeiter entsprechend – und belohnen sie sogar. Dieser Ansatz wird sich weiter ausbreiten. Denn Unternehmen, die Innovationen einer Handvoll Mitarbeiter oder einer einzigen Abteilung überlassen, werden im Wettbewerb den Anschluss verlieren. Um Innovationen zu fördern, haben viele Unternehmen vermehrt Technologien wie Low-Code-Plattformen und Prototyping-Tools eingeführt. Diese Technologien transformieren Ideen schnell in Demos, Minimum Viable Products (MVPs) und sogar ganze Applikationen.

# 7: Enabler der digitalen Transformation

Unternehmen stehen unter dem Druck, vom Betrieb bis zu Kundenerlebnissen so viel wie möglich zu digitalisieren – und das heute mehr denn je. Digitale Transformation ist der Prozess der Umwandlung traditionell analoger „Dinge“ und manueller, primär von Menschen erledigten Aufgaben in ihre digitalen Äquivalente. Im Zuge der digitalen Transformation werden sich neue und spannende Ideen verbreiten. Zugleich ist aber auch ein Mechanismus erforderlich, der sie in gewinnbringende Vorteile verwandelt.

Dabei ist die Geschwindigkeit der Implementierung entscheidend. Eine digitale Transformation ist ein mehrjähriger Prozess, doch in der Zwischenzeit ändern Wettbewerber und Disruptoren immer wieder die Spielregeln. Um mit dem Tempo mithalten zu können, das der Markt vorgibt, müssen Unternehmen in Tools investieren, die schnellere Innovationszyklen ermöglichen und ein höheres Maß an organisatorischer Agilität bieten. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, in welche Technologien und Ansätze Unternehmen für eine schnellere App-Entwicklung investieren, empfehlen wir Ihnen den Report Das Tempo des Wandels, der die Antworten von 2.200 IT-Experten und -Führungskräften aus aller Welt auswertet. 

# 8: Low-Code-Entwicklung

Entwickler haben Low-Code-Plattformen zunächst mit Skepsis betrachtet, da sie ihr Handwerk über viele Jahre hinweg erlernt haben. Oft kamen Zweifel auf, ob Low-Code-Plattformen wirklich ernst genommen werden können. Denn traditionell war viel Wissen und Können erforderlich, um eine gute Applikation zu erstellen. Mittlerweile setzten jedoch ganze Entwicklerteams auf Low-Code.

Und nicht alle Low-Code-Plattformen sind gleich. Einige Low-Code-Plattformen richten sich an professionelle Entwickler, andere an Webentwickler und wieder andere an Citizen Developer.

Enterprise-Plattformen wie OutSystems ermöglichen es Entwicklern, Applikationen deutlich schneller zu schreiben als bisher (z. B. in Stunden statt Tagen, Tagen statt Wochen oder Wochen statt Monaten). Dies gibt Ihnen mehr Zeit, sich Innovationen oder auch dem Backlog zu widmen. Zudem können sie technische Schulden reduzieren – und vermeiden, dass in Zukunft weitere entstehen.

# 9: „Zukunftssichere“ Applikationen

Immer wieder entstehen neue Applikationssprachen und Frameworks, sowohl im kommerziellen Bereich als auch in Open-Source-Communities. Doch Unternehmen können es sich nicht leisten, ihre Applikationen jedes Mal neu zu schreiben, wenn eine neue Technologie auf den Markt kommt. Ebenso wenig können sie es sich allerdings leisten, technologisch hinter Wettbewerber zurückzufallen.

Deshalb müssen Unternehmen in Plattformen und Tools investieren, die sie vor technologischem Wandel schützen. Einige OutSystems-Kunden haben mehr als 14 Jahre technologischer Evolution und Innovationen überstanden, ohne ihre Applikationen neu zu schreiben.

#10: Neue Dual-Speed-Entwicklung

In vielen Unternehmen schreitet die Softwareentwicklung mit zwei Geschwindigkeiten voran. Während ein Software-Entwicklungsteam Tools einsetzt, um die Bereitstellung von Applikationen zu beschleunigen, arbeitet ein anderes Team weiter wie bisher. Obwohl daran nichts „falsch“ ist und es – insbesondere in stark regulierten Unternehmen – gute Gründe für diesen Ansatz geben kann, führt das Nebeneinander von „Haben“ und „Nicht-Haben“ mit hoher Wahrscheinlichkeit zu kulturellen Spannungen in einer Organisation.

Wenn Führungskräfte und Vorstände das Phänomen der zwei Geschwindigkeiten sehen, fragen sie sich oft, warum die Schildkröten nicht mit den Hasen mithalten können. Einige Software-Entwicklungsorganisationen und -teams schreiben die Verwendung von Low-Code vor, um die Geschwindigkeit von Applikations-Releases zu beschleunigen. Andere, wie z. B. die Krankenversicherung Humana, haben die Anwendung freiwillig gemacht – und Designer des Unternehmens haben sich dafür entschieden, in ihrer Freizeit an interessanten Low-Code-Projekten zu arbeiten. Die Projekterfolge haben die Finanzierung neuer Projekte bei Humana deutlich erleichtert. Und weitere Designer drängen darauf, an den entstehenden Projekten mitzuarbeiten.

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