Strategische Digitalisierungsgrundlage: Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden setzt auf Low-Code von OutSystems

Frankfurt am Main -  02 März 2022

Passgenaue Eigenentwicklungen über zwanzig Prozent günstiger als Standardlösungen

Vom Gesundheitsspezialisten zum Digitalisierungsvorreiter: Das Ziel der Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden für die kommenden Jahre ist klar definiert. Für die Entwicklung der dazu erforderlichen digitalen Lösungen setzt sie auf die Low-Code-Entwicklungsplattform von OutSystems, welche die Entwicklung passgenauer Lösungen ermöglicht – zu mehr als zwanzig Prozent geringeren Kosten als mithilfe infrage kommender Standardlösungen – und legt damit die Grundlage für das strategische Digitalisierungsvorhaben der Stiftungsgruppe.

„Die Gesundheitsbranche ist in der heutigen Zeit stark gefordert, im Digitalisierungswettbewerb aufzuholen“, erklärt Urs Sträuli, Leiter Digitalisierung und IT bei der Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden. „Wir haben daher für uns die Vision definiert, im Digitalisierungskontext in unserer Branche wegweisend zu werden. Innovation ist hierfür unerlässlich – und diese vollzieht sich heutzutage hauptsächlich über digitale Lösungen.“

Die 1957 gegründete Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach + Baden bezweckt den gemeinnützigen Betrieb von Rehabilitationskliniken, Ambulatorien und weiteren, der Gesundheit und dem Wohlergehen dienenden Institutionen und Einrichtungen. Sie ist Schweizweit tätig, unterhält jedoch auch Geschäftsaktivitäten in Deutschland. Verschiedenste Firmen mit knapp 1.500 Mitarbeitern finden sich unter dem Dach der Gruppe: von Rehabilitationskliniken über Thermalbäder bis hin zu zugehöriger Gastronomie, Fitnessstudios oder Weiterbildungsinstituten für Fachkräfte.

Digitalisierungsvorreiter in der Gesundheitsbranche

Eine Bestandsaufnahme zum digitalen Reifegrad der Stiftungsgruppe legte Anfang 2020 den konkreten Bedarf an neuen, digitalen Lösungen offen. Um diesen zu bedienen, beschäftigte sich Sträuli mit seinem Team schon sehr bald mit dem Thema Low-Code-Entwicklung. Diese ermöglicht es Unternehmen, Entwicklungsprozesse im Vergleich zu manueller „High-Code-Entwicklung“ deutlich zu beschleunigen und damit bestehende Kapazitäten mit höchstmöglicher Effizienz zu nutzen.

„Die Abwägung für uns war klar“, betont der Leiter Digitalisierung und IT. „Entweder wir kaufen Silos für einzelne Funktionalitäten zu oder wir investieren in eine Plattform, die nicht nur auf einzelne Funktionalitäten limitiert ist, sondern die Basis für die Digitalisierung unserer gesamten internen Prozesse bilden kann – und das mit jeweils auf unsere Anforderung hin zugeschnittenen Lösungen. Gerade dieser Punkt ist für mich ein entscheidender Vorteil. Denn wie soll man sich mit Standardlösungen im Wettbewerb differenzieren?“

Der Code gehört dem Kunden

Als Plattform der Wahl erwies sich schliesslich die Lösung von OutSystems. Unter anderem dadurch, dass diese echten Standard-Code generiert, besteht keine Gefahr eines Vendor-Lock-in: Der mit OutSystems entwickelte Code wird mit Standard-Mitteln (.NET Framework) kompiliert und auf Standard-Application-Servern (Microsoft IIS) ausgerollt. Ein Vorteil, den andere Systeme, bei denen die entwickelten Lösungen zur Ausführung Komponenten des Herstellers wie Runtimes benötigen, nicht uneingeschränkt bieten können.

Darüber hinaus beeindruckte die Kundenorientierung des OutSystems-Partners Datalynx, mit dem die Implementierung gemeinsam realisiert werden sollte. Dass sich OutSystems für das Digitalisierungsvorhaben tatsächlich eignet, davon überzeugten sich Sträuli und sein Team bei verschiedenen Referenzkunden, die bereits ähnliche Projekte umgesetzt hatten.

Erstes Pilotprojekt im Einsatz: Kreditoren-Workflow

Als ersten Schritt der Digitalisierungsstrategie realisierte die Stiftung einen Kreditoren-Workflow mit OutSystems, der mittlerweile bei fünf Gesellschaften produktiv im Einsatz ist. „Im Kontext eines Rechnungseingangs mag es zunächst verwunderlich scheinen, dass wir uns für die Eigenentwicklung entschieden haben“, räumt Sträuli ein. „Doch auch hier haben wir mit OutSystems den effizienteren, kostengünstigeren und zukunftsorientierteren Weg gewählt. Denn die Standardlösungen am Markt hätten jeweils auf unsere Besonderheiten hin angepasst werden müssen. Dazu gehören etwa die Einbindung von Belegen für Fremdrechnungen oder die zahlreichen Integrationen in unsere umliegenden Systeme wie die ERP-Lösung oder das Facility-Management.“

Eine im Vorfeld erstellte Kostenanalyse ergab sogar, dass die Stiftungsgruppe mit der Eigenentwicklung mehr als zwanzig Prozent der Kosten einer Lizenzierung und Anpassung einer Standardlösung einsparen würde. Der Startschuss zur Entwicklung erfolgte im Juli 2020. Die Anwendungserstellung selbst übernahmen OutSystems-Entwickler von Datalynx. Sieben Monate später nahm der Kreditoren-Workflow seinen Produktivbetrieb auf.

Der Rechnungseingang wird digital

Zeitgleich mit der Einführung der neuen Lösung wurde der ursprünglich papierbasierte Prozess generalüberholt: Rechnungen werden nun mithilfe der OutSystems-Lösung über die gesamte Stiftungsgruppe hinweg zentral in einem Rechnungseingangszentrum gescannt. Je nach Art des Dokuments (Patientenrechnung, Immobilienrechnung etc.) wird dieses dann an den jeweiligen Betrieb und anschliessend an den – auch firmenübergreifend möglichen – Freigabeprozess übergeben.

Dabei arbeitet die Lösung vollständig webbasiert, sodass Mitarbeiter ortsunabhängig Rechnungen prüfen und freigegeben können. Rückfragen lassen sich durch eine Chat-ähnliche Funktion unmittelbar stellen. Der gesamte Ablauf wird lückenlos dokumentiert und automatisiert archiviert, sodass er bei Bedarf jederzeit nachvollzogen werden kann.

Neue Funktionen flexibel ergänzen

Für die Zukunft plant die Stiftungsgruppe unter anderem den Aufbau einer internen „Service-Welt“ für Mitarbeiter, in der zahlreiche Dienste zur Verfügung stehen. Diese sollen künftig ebenfalls über OutSystems unterstützt werden.

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