Die Notwendigkeit der Integration betrifft jede moderne Applikation. 

Kunden und Software-Nutzer sind anspruchsvoller denn je und erwarten bei jeder digitalen Interaktion hochwertige Erlebnisse. Das bedeutet: Unternehmen, die wettbewerbsfähig sein wollen, müssen ansprechende und reibungslose Erlebnisse bieten, die Kunden und Nutzer überzeugen und eine langfristige Beziehung aufbauen. Die Applikationsintegration spielt bei der Bereitstellung der entsprechenden Erlebnisse eine Schlüsselrolle.

Das Problem ist, dass Integrationen nicht einfach zu erstellen sind. Selbst mit einer modernen Plattform wie OutSystems, die Integrationen mit sofort einsatzbereiten Funktionen vereinfacht, fallen für eine erfolgreiche Integration noch manuelle Arbeiten an. Dafür braucht es Zeit – und qualifizierte Entwickler.

Hinzu kommt, dass die Integration von Enterprise-Systemen immer komplexer wird. Zwar gibt es immer noch Unternehmen, die sich für verschiedene Geschäftsbereiche auf einen einzigen Softwareanbieter verlassen. Doch der Trend geht dahin, dass Kunden verschiedene Tools auswählen, die ihren jeweiligen Geschäftsanforderungen entsprechen. Diese Unternehmen sind auf erfahrene Entwickler angewiesen, die sich mit der Integration verschiedener Systeme auskennen.

Der Bedarf an Agilität, der Druck zur schnelleren Markteinführung (erinnern Sie sich an 2020?) und der Mangel an Entwicklern machen das Ganze nicht leichter.

Deshalb haben wir den Integration Builder eingeführt, der Unternehmen dabei hilft, die Zeit und den Aufwand der Integrationserstellung drastisch zu reduzieren.

Wie der Integration Builder Ihnen hilft, die Markteinführung zu beschleunigen

In meinem vorherigen Artikel habe ich erklärt, was der Integration Builder ist. Für alle, die nach der TL;DR-Version suchen: Der Integration Builder ist ein neues Tool, mit dem Entwickler OutSystems-Applikationen in Systems of Record integrieren können, auf die Unternehmen angewiesen sind (ERP, CRMs, HR-Tools) – und das, ohne Code schreiben zu müssen.

Dadurch verliert die Integrationserstellung ihre Komplexität – und selbst unerfahrene Entwickler können innerhalb kürzester Zeit Integrationen erstellen. So sind Unternehmen nicht mehr dazu gezwungen, teure und schwer zu findende Full-Stack-Entwickler für Integrationen einzusetzen.

Letztlich verbessert dies die Agilität und die Fähigkeit von Unternehmen, in dem vom Markt geforderten Tempo zu liefern und sich zu verändern, und zugleich den vorhandenen Talentpool optimal zu nutzen.

Erfahrene Entwickler können alle Konnektoren im Integration Builder erweitern, um jede Geschäftsanforderung zu erfüllen und Sackgassen zu vermeiden.

Vorteile durch den Integration Builder

Als CIO, VP oder IT-Manager in Ihrem Unternehmen interessiert es Sie vielleicht, wie genau der Integration Builder die geschäftliche Agilität steigert. Hier sind die Einzelheiten:

  • Schnellere Time-to-Market: Im Report Das Tempo des Wandels 2020 sind die Integration von Legacy-Systemen und fehlende APIs als Hauptursachen für Verzögerungen bei der Applikationsbereitstellung genannt worden. Genau hierfür wurde der Integration Builder entwickelt. Mit nur wenigen Klicks und ohne viel Training können Entwickler in 15 bis 20 Minuten Core-Systeme in ihre Apps integrieren und so die Markteinführungszeit drastisch verkürzen.
  • Eine IT-Abteilung, auf die sich das Unternehmen verlassen kann: In der Vergangenheit haben sich Unternehmen immer wieder darüber beschwert, dass IT-Abteilungen die geplanten Markteinführungszeiten nicht einhalten. Mit dem Integration Builder können Entwicklerteams enge Fristen einhalten und alle Anforderungen von Unternehmen erfüllen. 
  • Operative Effizienz: Durch die Beschleunigung der Entwicklung können Organisationen Lösungen, die den geschäftlichen Anforderungen entsprechen, viel schneller auf den Markt bringen und einen Mehrwert schaffen.
  • Geringere Betriebskosten: Organisationen sind in der Lage, mehr Applikationen in der gleichen Zeit bereitzustellen, ohne teure und spezialisierte Entwickler einstellen zu müssen.
  • Erweiterter Talentpool Das Erstellen einer Integration mit dem Integration Builder erfordert von Entwicklern nur wenige Klicks. Die vollständige Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie hier. Dadurch müssen Ihre Entwickler keine Experten für eine bestimmte Integration sein. Da die Plattform alle komplexen Aufgaben übernimmt, ist sie schnell erlernbar. In einer Zeit, in der die Einstellung spezialisierter Entwickler immer schwieriger wird und in der immer mehr Unternehmen auf ein breites Spektrum an Software angewiesen sind, ist dies besonders hilfreich.
  • Höhere Zufriedenheit von Kunden/Endanwendern: Da die IT deutlich schneller liefern kann, steigt die Zufriedenheit des Unternehmens – des Kunden der IT-Abteilung. Zugleich können Unternehmen die Produkte, die ihre Kunden wünschen, nun so schnell wie erwartet auf den Markt bringen.
  • Schnelle Anpassung an geschäftliche Veränderungen: Unternehmen sind bekanntlich nicht statisch. Sie befinden sich im stetigen Wandel und passen sich an neue Gegebenheiten an. Corona ist nur ein Beispiel dafür. Deshalb ist es unerlässlich, ein Tool zu haben, das sich leicht an die Anforderungen des Marktes anpassen lässt. Mit dem Integration Builder ist es einfach, einen Konnektor zu ändern: Sie öffnen den Konnektor, wählen die gewünschten neuen Attribute oder Entitäten aus und stellen sie Ihren Endanwenden zur Verfügung.
  • Support-Garantie: Alle generierten Konnektoren werden von OutSystems 100% unterstützt. Unternehmen können sich bei der Bereitstellung geschäftskritischer Applikationen auf die Konnektoren des Integration Builders verlassen. Sollte das Entwicklerteam bei der Konfiguration eines Konnektors auf ein Problem stoßen, kann es sich wie erwartet auf ein SLA und die Hilfe des OutSystems Support Teams verlassen.

Welche Systeme lassen sich mit dem Integration Builder verbinden?

Der Integration Builder wurde entwickelt, um die am häufigsten verwendeten Enterprise-Datensysteme sowie die meist schwieriger zu integrierenden Systeme zu verbinden.

Aktuell umfasst der Integration Builder Konnektoren zu fünf verschiedenen Systems of Record (weitere sind in Planung), die unterschiedliche Geschäftsanforderungen abdecken:

Konnektoren des Integration Builders

SAP

Logo „SAP-zertifiziert“

Der Integration Builder ist SAP-zertifiziert und deckt das gesamte Spektrum von SAP ab – von SAP Financial und HR bis hin zu CRM. Da SAP seine Kunden dazu drängt, neue Strategien und Protokolle für die Integration mit dem eigenen ERP-System zu übernehmen (insbesondere die Verwendung von OData-Diensten für alle externen Integrationen), enthält der Integration Builder einen OData-Konnector, der den gesamten Prozess der Anbindung Ihrer OutSystems-Apps an Ihre SAP-Systeme vereinfacht. Mit OutSystems können Sie jetzt einfach den SAP Business Hub oder SAP Service Catalog nutzen, um OData-Spezifikationen zu erhalten.

Alle, die noch mit dem alten BAPI-Ansatz arbeiten, können die im OutSystems Service Studio verfügbaren RFCs verwenden.

Salesforce

Salesforce-Logo

Unternehmen können den Integration Builder verwenden, um ihre OutSystems-Apps mit allen Modulen in Salesforce zu verbinden. Mit diesem Konnektor können Entwicklerteams genau die Objekte/Entitäten auswählen, die sie brauchen.

Mit dem Integration Builder wird automatisch eine verbundene App erstellt. So müssen Entwickler nicht die gesamte Dokumentation durchgehen, um Salesforce manuell so zu konfigurieren, dass die OutSystems-Konnektivität zugelassen wird.

Microsoft

Logos von Microsoft-Tools

Für Unternehmen, die Microsoft-Tools verwenden, bietet der Integration Builder Konnektoren zu Microsoft Dataverse (früher bekannt als Common Data Service oder CDS), Dynamics 365 und Sharepoint Online. Genau wie bei SAP und Salesforce ist der Integrationsprozess vollständig automatisiert. Der Integration Builder erstellt automatisch eine Azure-App.

So sind Sie in der Lage, die skalierbaren, unternehmenskritischen Applikationen mit OutSystems zu erstellen und gleichzeitig Daten aus Ihrer Microsoft-Software zu nutzen.

Anwendungsfälle des Integration Builders

Da die digitale Transformation mittlerweile über die einfache Digitalisierung von Commodity-Systemen hinausgeht, unterstützt der Integration Builder die gängigsten Initiativen zur digitalen Transformation, wie z. B. die Transformation der Customer Experience, App-Modernisierung, Innovationen am Arbeitsplatz und Prozessautomatisierung.

  1. Transformation der Customer Experience: Der Integration Builder ermöglicht die Verbindung von Front- und Backend-Systemen. Dadurch können Ihre Benutzeroberflächen mehr als nur ansprechende Bildschirme sein – nämlich leistungsstarke Apps, die die erforderlichen Systeme miteinander verbinden und die nahtlosen und hochwertigen Erlebnisse bieten, die Ihre Kunden erwarten.
  2. App-Modernisierung: Der Integration Builder ermöglicht Systeminteroperabilität. Der Vorteil: Unternehmen können Modernisierungen in ihrem eigenen Tempo durchführen und Risiken reduzieren. Sie können neue Lösungen entwickeln und sie durch den Integration Builder mit bestehenden Systemen verbinden. Die Integrationen können später ersetzt werden, wenn neue Systeme erstellt oder ausgerollt worden sind. Dies gibt Kontrolle und Flexibilität bezüglich des Tempos der Modernisierung und verringert zugleich Risiken.
  3. Innovationen am Arbeitsplatz: Ihre B2C-Apps können Sie in die notwendigen Systeme integrieren, um Kunden ein nahtloses Erlebnis zu bieten. Genau das Gleiche können Sie auch mit Ihren Mitarbeiter-Apps tun. Denken Sie zum Beispiel an eine Onboarding-App. Mit dem Integration Builder können Sie Ihre Systeme wie SAP, Workday oder Bamboo in einer einzigen Schnittstelle verbinden. So ermöglichen Sie neuen Mitarbeitern einen schnelleren Einstieg – denn sie brauchen sich nicht bei mehreren Systemen anzumelden, um ihre Aufgaben zu erledigen.
  4. Prozessautomatisierung: Um Kundenerlebnisse zu verbessern, Innovationen am Arbeitsplatz voranzutreiben oder bestehende Apps zu modernisieren, ist es unabdingbar, Prozesse über mehrere Systeme hinweg zu verbinden und zu automatisieren. Mit dem Integration Builder lassen sich heterogene Systeme miteinander verbinden und die entsprechenden Aufgaben automatisieren, indem Prozessabläufe, Logik und Daten in OutSystems-Apps modelliert werden.

Mit Marktveränderungen Schritt halten

Angesichts des Drucks, sich an neue und manchmal unvorhersehbare Marktveränderungen und Kundenanforderungen anzupassen, ermöglicht der Integration Builder Unternehmen, ihre Markteinführung zu beschleunigen und den erforderlichen Wettbewerbsvorteil zu erlangen. Dabei vereinfacht er nicht nur die Erstellung von Integrationen, sondern erweitert auch den auf dem Markt verfügbaren Talentpool.

Das Release des Integration Builders ist nur der erste Schritt einer spannenden Reise. Wir werden das Portfolio um weitere, häufig genutzte Konnektoren erweitern und den Integration Builder so verbessern, dass er zum bevorzugten Tool für jede Integration wird.

Mehr über der integration Builder erfahren Sie hier. Und schauen Sie auch in mein Webinar Accelerate the Development of Integrations with Integration Builder hinein!