Der Low-Code-Markt verzeichnet nicht nur ein schnelles Wachstum – während er zum Mainstream wird, durchläuft er auch Veränderungen. Der aktuellen PEAK-Matrix der Everest Group zufolge wird erwartet, dass die Low-Code-Entwicklung in den nächsten Jahren mit einer Rate von 24–26% wachsen wird. Gartner prognostiziert, dass bis 2025 70% der von Unternehmen entwickelten neuen Applikationen Low-Code- oder No-Code-Technologien verwenden. Vor ein paar Jahren lag dieser Prozentsatz noch bei 65%.

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Wie kommt es zu dem plötzlichen Anstieg bei der Nutzung von Low-Code?

In den letzten Jahren haben sich die Kundenerwartungen geändert. Zugleich sind Remote- und hybride Arbeit zur Normalität geworden. Dies führt zu:

  • Druck, mehr und anspruchsvollere Apps zu liefern.
  • der Notwendigkeit, diese Apps mit höherer Geschwindigkeit bereitzustellen.
  • einem Anstieg der IT-Backlogs.
  • einem Mangel an Entwicklertalenten, der sich weiter verschärfen wird.

Low-Code-Technologie ist perfekt geeignet, um Unternehmen dabei zu helfen, diesen Herausforderungen zu begegnen, denn sie:

  • beschleunigt die Softwareentwicklung dank Drag-and-Drop-Funktionen, vorgefertigten Benutzeroberflächen und Modellen für Geschäftsprozesse, Logik und Daten. So geben 76% der Low-Code-Kunden in der PEAK Matrix der Everest Group an, in weniger als 6 Monaten zum Go-Live zu gelangen.
  • unterstützt Wiederverwendbarkeit und komponentenbasierte Architektur, erhöht die Entwicklerproduktivität und ermöglicht es Unternehmen, zu einem, wie Gartner es nennt, „Composable Enterprise“ zu werden.
  • ermöglicht in einigen Fällen Citizen Developern, abteilungsspezifische Apps zu entwickeln, die für tägliche Aufgaben von entscheidender Bedeutung sind und die IT entlasten.
  • fördert die Zusammenarbeit von IT und Business, weil die visuellen Programmierfunktionen für mehr Agilität sorgen.

Ist es da noch verwunderlich, dass der Low-Code-Markt Fahrt aufgenommen hat?

Low-Code-Plattformen sind keineswegs eine neue Technologie – OutSystems zum Beispiel wurde bereits 2001 gegründet. Doch in den letzten Jahren war eine steigende Nachfrage nach der Technologie zu beobachten. So ist die Zahl der Low-Code-Anbieter zwischen 2016 und 2018 von 40 auf 60 gestiegen. Heute liegt die Zahl mehreren Quellen zufolge bei mehr als 200.

Doch damit Unternehmen die Vorteile von Low-Code-Plattformen nutzen können, müssen sie den richtigen Anbieter auswählen. Er sollte als echter Partner für die digitale Transformation dienen und Unternehmen bei Innovationen unterstützen, die den Anforderungen des Marktes entsprechen.

Diese Auswahl zu treffen, kann schwierig sein. Denn die mit Low-Code einhergehenden Funktionen können sehr unterschiedlich sein.

Übersicht über die Low-Code-Marktlandschaft

Genau wie bei jeder anderen Technologie sind nicht alle Low-Code-Plattformen gleich. Deshalb sind auch nicht alle für dieselben Anwendungsfälle geeignet.

Wenn Sie Low-Code gerade für ein bestimmtes Projekt evaluieren, ist es hilfreich, sich die Low-Code-Landschaft anhand von 3 Kriterien anzuschauen:

  • Wer ist der Zielnutzer der Plattform?
  • Welche Funktionen und Merkmale bietet die Plattform?
  • Welche Anwendungsfälle deckt die Plattform ab?

Vor diesem Hintergrund lässt sich der Low-Code-Markt in drei Hauptkategorien einteilen:

  • Low-Code für einfache Abteilungs-Apps
  • Enterprise-Low-Code, der komplexe Workflows löst
  • Hochleistungsfähiger Low-Code für geschäftskritische und kundenorientierte Applikationen

1. Low-Code für einfache Abteilungs-Apps

Low-Code-Plattformen, die für die Bedürfnisse von Abteilungen entwickelt wurden, sind in der Regel sehr einfach zu bedienen. Ziel ist es, dass Geschäftsanwender oder Citizen Developer– das heißt, Anwender ohne Entwicklungshintergrund – die Applikationen erstellen, die sie täglich benötigen.

Die entsprechenden Tools werden oft als No-Code kategorisiert und bieten die Möglichkeit, einfache Applikationen vollständig visuell zu erstellen, ohne dass Programmierkenntnisse erforderlich sind. Ich persönlich bezweifle, dass Low-Code und No-Code in einen Topf geworfen werden sollten, aber darauf gehe ich in einem anderen Artikel ein.

2. Enterprise-Low-Code für komplexe Workflows

Low-Code, der sich auf die Prozessautomatisierung konzentriert, hat mehr zu bieten als Low-Code für einfache Apps. Er begegnet der Notwendigkeit, auf Enterprise-Level Arbeitsabläufe zu digitalisieren, von Geschäftsprozessen bis hin zum Case Management.

Mit anderen Worten: Entsprechende Plattformen eignen sich perfekt für alles, was sich mit Automatisierung und Workflows lösen lässt – von Spesenbewilligungen über die Schadenbearbeitung bis zu Versand und Distribution. Leider lässt sich nicht alles mit Workflows erledigen. Für Anwendungsfälle, die mit Kundenerlebnissen in Bezug stehen und eine stärkere Personalisierung erfordern, sind diese Plattformen eher ungeeignet.

3. Hochleistungsfähiger Low-Code

Hochleistungsfähiger Low-Code konzentriert sich darauf, den Entwicklungsprozess effizienter zu gestalten, damit Entwicklerteams hochwertige Apps erstellen können, die zukunftssicher sind und sich entsprechend den Anforderungen des Unternehmens und des Marktes weiterentwickeln und verändern. Es bietet die leistungsstarke End-to-End-Entwicklung, die die schnelle Bereitstellung einzigartiger, komplexer Apps erfordert.

Hochleistungsfähige Low-Code-Plattformen wie OutSystems sind keine reinen Low-Code-Tools wie in den anderen beiden Kategorien beschrieben. Mit ihnen lassen sich durchaus Abteilungslösungen sowie Prozessautomatisierungslösungen erstellen – was sogar ein sehr guter Weg ist, um mit OutSystems zu beginnen. Doch grundsätzlich ist die Entwicklungstechnologie darauf ausgerichtet, dass Entwicklerteams Lösungen erstellen, die ihre größten geschäftlichen Herausforderungen lösen.

Entsprechende Herausforderungen können mehrere Apps, die intelligente Automatisierung mehrerer Geschäftsprozesse und sogar die Erstellung eines zentralen Geschäftssystems umfassen. Hochleistungsfähiger Low-Code deckt breitere Anwendungsfälle ab, wie z. B. erweiterte UI/UX, extreme Leistung selbst bei einer Million gleichzeitiger Nutzer und KI/ML-Modelle.

Zudem liegt der Fokus auf der Verbesserung der Entwicklererlebnisse, indem Leistung und Geschwindigkeit mit Sicherheit und Skalierung verbunden werden:

  • Funktionen für KI-gestützte Entwicklung unterstützen die Arbeit von Entwicklern, indem sie vorschlagen, was als Nächstes zu tun ist, Best Practices an die Hand geben und so das Risiko menschlicher Fehler verringern.
  • Ein ausgereifter Marketplace bietet Entwicklern hochwertige, wiederverwendbare, offene Codemodule, Konnektoren und UI-Komponenten, mit denen sie ihre App schneller entwickeln können.
  • Eine aktive Entwickler-Community bringt Entwickler zusammen, sodass sie Wissen austauschen und sich gegenseitig helfen können, Lösungen zu finden.
  • Ein zuverlässiges Partner-Ökosystem stellt sicher, dass jedes Unternehmen erfolgreich ans Ziel kommt.

Wie unterscheidet sich hochleistungsfähiger Low-Code von regulärem Low-Code?

Ich habe vor kurzem einige Artikel veröffentlicht, in denen ich hochleistungsfähigen Low-Code und regulären Low-Code vergleiche und dabei zwei Vorbehalte berücksichtige, die IT-Manager meist gegenüber Low-Code haben: Anbieterabhängigkeit und Sicherheit.

Für diesen Artikel gehe ich einen Schritt weiter und vergleiche die beiden breiteren Entwicklungsbereiche:

Low-Code vs. hochleistungsfähiger Low-Code 

Welche Low-Code-Plattform ist die richtige für Sie?

Die Kategorisierung bedeutet nicht, dass es gute und schlechte Low-Code-Plattformen gibt. Es kommt immer auf Ihre Bedürfnisse an.

Wenn Sie lediglich Ihrer Abteilung ermöglichen wollen, einfache Apps zu erstellen, reicht die erste Kategorie aus. Wenn Sie dagegen nach einer Technologie suchen, die Ihre Initiativen zur digitalen Transformation unterstützt, sollten Sie auf hochleistungsfähigen Low-Code setzen.

Aber überstürzen Sie Ihre Entscheidung nicht. Es ist immer möglich, dass jemand eine einfache App oder einen automatisierten Prozess weltweit zur Verfügung stellen möchte. In diesem Fall ist hochleistungsfähiger Low-Code die sichere Wahl.

Mehr als Low-Code: Nutzen Sie hochleistungsfähigen Low-Code

OutSystems ist die hochleistungsfähige Low-Code-Plattform. Unsere Lösung bietet eine Abstraktionsebene, die nicht nur durch visuelle Programmierung für die Entwicklungsphase zum Tragen kommt, sondern auch für den gesamten Zyklus von CI/CD.  Dank KI und Automatisierung können Ihre Teams die Entwicklung exponentiell beschleunigen, indem sie all die Aufgaben automatisieren, die wertvolle Entwicklungszeit verschlingen.

Mit Outsystems liefern Entwickler hochwertige Applikationen mit hoher Produktivität in kurzer Zeit – ohne Zeitverschwendung und Overhead. So können professionelle Entwickler sich auf die kreative Gestaltung und Bereitstellung einzigartiger Applikationen konzentrieren.

In der PEAK-Matrix der Everest Group sind wir sogar der führende Anbieter mit dem höchsten Score für die Benutzeroberfläche – sowohl für Endanwender als auch für Entwickler – und für Integrationen.

Wenn Sie unsere Plattform kennenlernen möchten, laden wir Sie ein, unsere Plattformseite zu besuchen oder unsere On-Demand-Demo anzuschauen.