Was ist Business-App-Entwicklung?

Die größten mobilen Apps der Welt stammen von Social-Media-Unternehmen. Die erfolgreichste mobile App im Jahr 2021 ist Tik Tok. Die nächsten beiden Plätze belegen Facebook und Instagram. Doch die Top Ten beinhalten nicht nur Apps für Verbraucher.

Zoom, das viele von uns für virtuelle geschäftliche Meetings nutzen, nimmt den siebten Platz ein. Die Videokonferenzsoftware wurde allein im Januar 2021
38 Millionen Mal heruntergeladen. Jedes Jahr werden mit der Software Meetings über insgesamt mehr als 3,3 Billionen Minuten gehalten.

Dies zeigt, wie allgegenwärtig die Nutzung von Mobiltelefonen in unserem Geschäfts- und Privatleben geworden ist. Im Apple App Store gibt es mehr als 235.000 Apps, die Ihr Unternehmen leistungsfähiger, effizienter und mobiler machen sollen. Auch das Wall Street Journal berichtete bereits 2019, dass 10% der Unternehmen mehr als 200 Apps in ihren IT-Systemen haben.

Die Corona-Pandemie und damit einhergehende Lockdowns haben zu einer noch stärkeren Nutzung von Business-Apps geführt. 2020 haben Nutzer weltweit 7,1 Milliarden mobile Geschäfts- und Produktivitäts-Apps installiert. Diese Zahl ist gegenüber dem Vorjahr um 35% gestiegen.

Arten von Business-Apps

Ein großer Teil der Entwicklung mobiler Applikationen ist die Erstellung von Smartphone-Versionen bestehender Enterprise-Apps. Dazu gehören Kollaborations-Tools wie Microsoft Office 365. Okta zufolge ist Office 365 die weltweit beliebteste Business-App. Auch die mobilen Versionen von Box, Slack und Salesforce sind bereits Millionen Male heruntergeladen worden. Projektmanagement-Tools wie die von Asana stehen ebenfalls hoch im Kurs. Die mobile App ist für viele Nutzer oft bequemer als eine Desktop-Version. Außerdem können Mitarbeiter mit ihnen Ausfallzeiten produktiv nutzen, z. B. auf dem Weg zu und von Meetings.

Viele Geschäftsmitarbeiter haben jedoch keinen einfachen Zugang zu PCs. Dazu gehören Beschäftigte in der Werkstatt oder in der Fabrik, aber auch Field-Service-Mitarbeiter. Mobile Apps sind für sie der beste – und oft auch einzige – Weg, um auf geschäftliche Systeme zuzugreifen.

Die Welt der Business-Apps lässt sich in zwei Kategorien unterteilen.

B2B-Apps ermöglichen Unternehmen den Austausch von Informationen untereinander. Sie sind besonders in Bereichen wie der Bestandsverwaltung wichtig.

Interne Apps sorgen dafür, dass Mitarbeiter mobilen Zugriff auf die oben aufgeführten Enterprise-Systeme haben.

Auch wenn es mehrere verschiedene mobile Betriebssysteme gibt, wird der Markt für mobile Apps vollständig von Googles Android und Apples iOS bestimmt. Sie teilen sich 99% des Mobile-Marktes. Die dominierende Plattform ist dabei Android, mit einem Anteil von 73%. Auf der anderen Seite ist Apple aber der zweitbeliebteste Hersteller von Mobiltelefonen weltweit (nach Samsung).

Die meisten Unternehmen, die sich mit der Entwicklung mobiler Apps befassen, müssen daher iOS- und Android-Apps erstellen, um Benutzererlebnisse der gewünschten Qualität zu erreichen. Zudem brauchen sie Entwickler, die mit den verschiedenen Systemen hinreichend vertraut sind, um sicherzustellen, dass das Gesamtdesign der App für jede Plattform geeignet ist.

Vorteile von Business-Apps

Wie bereits oben erläutert, hätten bestimmte Mitarbeiter ohne mobile Business-Apps keinen Zugang zu Unternehmenssystemen. Zudem verbessern Apps die Produktivität, indem sie Ausfallzeiten mobiler Mitarbeiter vermeiden. Viele Kunden bevorzugen es, über mobile Kanäle mit Dienstleistern in Kontakt zu treten. Von daher sorgen Business-Apps für eine höhere Kundenzufriedenheit und -loyalität.

Native Apps, Progressive Web Apps und Hybride Apps: Was ist der Unterschied?

Native Apps werden für die Ausführung auf einer einzigen mobilen Plattform erstellt. (Wie bereits erwähnt, laufen die meisten nativen Apps entweder auf Android oder iOS). Sie werden mit Standard-SDKs (Software Development Kits) erstellt. Diese bieten ein konsistentes Set von Frameworks, mit dem Sie die Apps erstellen können. Dazu zählen auch alle Sicherheitsfunktionen der Plattform.

Native Apps bieten nahtlosen Zugriff auf alle Funktionen der Geräte, auf denen sie ausgeführt werden, wie z. B. Kameras. Dadurch ermöglichen sie das reichhaltigste Benutzererlebnis. Der Nachteil ist, dass ihre Entwicklung teuer ist und sie neu geschrieben werden müssen, wenn sie auch unter einem anderen Betriebssystem laufen sollen.

Hybride mobile Apps werden auf Geräten wie native Apps installiert. Dabei kombinieren sie jedoch Elemente von nativen Apps und Web-Applikationen. Hybride Apps werden in einem nativen Container bereitgestellt, greifen aber auf im Internet gespeicherte Daten zu.

Hybride Apps haben kein natives Look-and-Feel. Es kann sein, dass Seiten recht langsam geladen werden, was zu schlechten Benutzererlebnissen führt. Zudem erfordert ihre Entwicklung spezielle Mobile-Kenntnisse. Aus diesen Gründen haben Progressive Web Apps (PWAs) hybride Apps weitgehend ersetzt.

In vielerlei Hinsicht sind Progressive Web Apps (PWAs) keine echten Apps. Sie können als Hybridversionen von Websites und mobilen Apps verstanden werden. Es handelt sich um Webseiten, die sich wie mobile Apps verhalten. Um eine PWA zu nutzen, müssen Anwender keinen App Store besuchen.

PWAs sind responsiv – sie funktionieren auf allen Geräten. Zudem funktionieren sie online und offline. Sie sind über Suchmaschinen zu finden. Und sie haben ein natives Look-and-Feel. Darüber hinaus brauchen Sie nicht dafür zu sorgen, dass die App auf verschiedenen Betriebssystemen und Plattformen läuft.

PWAs sind deutlich einfacher zu entwickeln als andere Apps und erfordern keine speziellen Kenntnisse über mobile Tools oder Plattformen. Außerdem ersparen sie Ihnen das mühsame Einreichen von Apps bei App Stores. Aus all diesen Gründen sind sie in allen Arten von Unternehmen zunehmend beliebt.

Kauf einer Off-the-Shelf-App vs. Erstellen einer neuen App

Dies ist keine einfache Entscheidung. In der Geschäftswelt gibt es heute zwei wichtige Aspekte, die Unternehmen bei der Entscheidung, ob sie Software selbst erstellen oder kaufen, berücksichtigen sollten.

  1. Jedes Unternehmen ist einzigartig und sollte die Eigenheiten seines Geschäfts nicht unterschätzen. Wenn Ihre Off-the-Shelf-Applikation nicht für Änderungen ausgelegt ist – wie bei den meisten der Fall –, wird eine Anpassung an Ihre geschäftlichen Anforderungen mehr Zeit in Anspruch nehmen, mühsamer und teurer sein.

  2. Technologien ändern sich schnell. Die Entwicklung sollte heute nicht mehr als Herkulesaufgabe gesehen werden, bei der ein riesiges Team Tausende oder Millionen Codezeilen schreiben muss, wie es früher erforderlich war. Cloud-Plattformen haben sich in den letzten fünf Jahren dramatisch weiterentwickelt. Moderne Entwicklungsansätze wie DevOps, Agile und Enterprise-Low-Code-Plattformen haben den Entwicklungsprozess beschleunigt. Qualitätsprüfungen sind hier bereits eingebaut. Produktteams müssen also nicht mehr bei Null anfangen, um eine Applikation zu entwickeln. Sie können die Vorteile von Cloud-Diensten und Unternehmens-APIs nutzen, um maßgeschneiderte Lösungen deutlich schneller, anpassungsfähiger und kostengünstiger als bisher zu erstellen und bereitzustellen.

Darüber hinaus ist es sehr hilfreich, Apps auf Plattformen zu entwickeln, die es Ihnen ermöglichen, bewährte modulare Bausteine wiederzuverwenden, die Sicherheit, Governance und Compliance-Management auf der Plattform umfassen. Dies ermöglicht die Integration von Systemen und die Bereitstellung eines nahtlosen Navigationserlebnisses – ohne dass eine „menschliche API“ oder repetitive RPA-Bots das beheben, was die Lösung von Anfang an richtig machen sollte.

Folglich sollte die Frage nicht mehr „Selbst erstellen oder kaufen?“ lauten, sondern: „Anpassen oder zusammenstellen?“ Entweder Sie kaufen eine Standard-App und wenden einen Großteil Ihrer Zeit und Ihres Budgets damit, sie anzupassen oder auf die Anpassungen von Anbietern zu warten. Oder Sie stellen sich eine App zusammen, indem Sie bewährte Geschäftsfunktionen wiederverwenden, die Ihre Teams erstellt haben oder die eine moderne App-Entwicklungsplattform mitbringt. Mehr dazu erfahren Sie in unserem gemeinsam mit Forrester veranstalteten Webinar Build at the Speed of Buy.

Überlegungen bei der Erstellung einer App

Eine Idee für eine App ist nur so gut wie Ihre Fähigkeit, sie umzusetzen. Wenn Sie glauben, dass Sie eine Idee für eine App haben, sollten Sie mit Recherchen zu Ihren Kunden und Wettbewerbern beginnen. So erfahren Sie, ob es ein unbedientes Marktsegment gibt, das Sie ansprechen können.

Wenn die erste Recherche abgeschlossen ist, erstellen Sie einen detaillierten Businessplan für Ihre App. Egal, ob Sie die App an Dritte verkaufen oder sie selbst nutzen wollen – Sie brauchen eine klare Vorstellung davon, mit welcher Rendite Sie rechnen können.

Darauf folgt die Entwicklung. Hier müssen Sie entscheiden, ob Sie die App intern erstellen oder die Entwicklung auslagern und welche Technologie Sie dazu einsetzen. Die gute Nachricht: Die Annahme, dass die Entwicklung Ihrer eigenen Software kostspielig und ineffizient sei, beruht auf alten Entwicklungsmodellen. Moderne App-Entwicklungstechnologien wie Low-Code haben die Voraussetzungen geändert.

Hierbei handelt es sich um moderne Entwicklungsansätze mit eingebetteten Tools, die die Applikationsentwicklung beschleunigen und einen Großteil des Applikationslebenszyklus automatisieren. Mithilfe visueller Entwicklung minimieren Plattformen wie OutSystems die Komplexität, mit der Sie normalerweise bei der Entwicklung einer App oder eines Systems konfrontiert sind. So können sich Entwickler auf die Details konzentrieren, die einen wirklichen Unterschied machen.

Probieren Sie das Ganze aus, indem Sie sich für unsere kostenlose Version registrieren. Für einen leichteren Einstieg können Sie sich auch unsere Demo ansehen und der Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Erstellung einer Progressive Web App folgen.